Call des Monats

August

„Call des Monats August 2019“ – THERMICON GmbH

Das junge Unternehmen THERMICON hat sich auf die Nutzung von Prozess- und Abwärme spezialisiert. Dadurch greifen sie zwar nicht direkt auf erneuerbare Energien zu, sorgen jedoch dafür das vorhandene Energie auf effiziente Weise weiter genutzt und damit dem Energiesystem zur Verfügung steht. Damit ermöglichen sie quasi ein Energie-Upcycling Deluxe, was nicht nur Industrie und Anlagenbetreibern durch die erzielten Einsparungen zugutekommt, sondern ebenso der Umwelt.
Welche Zielsetzungen THERMICON verfolgt, welche Technologien sie einsetzen und mit wem sie kooperieren, darüber berichtet Gründer und Geschäftsführer der THERMICON GmbH, Okan Kaya.


Interview mit Okan Kaya, Geschäftsführer der THERMICON GmbH

Her Kaya, seit wann gibt es THERMICON und wie kam es zur Gründung?
THERMICON ist im Jahr 2013 gegründet worden. Die Idee zur Gründung des Unternehmens kam durch einen Zufall zustande. Per Zufall hatte ich 2011 den „Alt-Entwickler“ unseres heutigen Hauptproduktes, der THERMICON (dem patentierten POLY CALOGRAPH DP PLUS) kennengelernt. Auf sein Anraten hin gründete ich eine separate Gesellschaft zur Fortführung und Weiterentwicklung der Technologie.
Worin besteht die Expertise von THERMICON und wem stellt ihr diese zur Verfügung?
Die THERMICON hat mittlerweile ein starkes Netzwerk von Entwicklern und Know-how Trägern aufgebaut. Wir besitzen selbst über Spezial Know-how in den Bereichen Abwärmenutzung (Verdampfungswärme/Kondensationswärme), Prozessoptimierung Wärme/Kälte, Luftreinigung und Wasserreinigung. Ziel von THERMICON ist es lösungsorientiert erfolgreiche Energieeffizienzprojekte zu planen, umzusetzen und zu begleiten, um Kosten zu reduzieren und die Umwelt zu entlasten. Somit stellen wir unser Know-how jedem zur Verfügung, der Interesse an den Themen Energie, Effizienz und Umwelt hat.
Auf der Website steht, dass THERMICON mithilfe von Technologielösungen in den Bereichen Wärme, Kälte, Luft, Strom und Wasser Energieverluste gewinnbringend nutzt. Wie kann man sich das genau vorstellen?
Abwärme z.B. ist eine vergessene Wärmequelle, die bereits bezahlt ist und nicht genutzt wird. Daher werden hier Verluste direkt in Gewinne umgewandelt. Ähnlich sieht es bei der Luftaufbereitung aus. Wenn man dreckige Abluft (z.B. ölhaltige Aerosole), die beispielsweise noch warm ist und damit nutzbare Energie besitzt, direkt nach außen abführt, ist das ebenfalls ein Verlust. Wenn man diese Abluft reinigt und die enthaltene Wärme über ein Wärmerückgewinnungssystem nutzbar macht, werden wieder Gewinne erzielt. Grundsätzlich sind fast alle Maßnahmen, die ökologische Vorteile mit sich bringen auch gleichzeitig mit Effizienzsteigerungen und somit mit Kostensenkungen im Betrieb verbunden. Diese aufzudecken und transparent sowie verständlich aufzuzeigen, ist unser Hauptanliegen.
Ließe sich das kurz anhand eines Projekt-Beispiels nachskizzieren?
Im Bereich der Abwärmenutzung kann ich neben den oben genannten allgemeinen Beispielen, eines aus der Dampferzeugung kurz darstellen. Hier Nutzen wir die Abgaswärme, die über die Dampfkessel (erdgasbefeuert) heiß direkt der Umwelt zugeführt werden, um dass für die Dampfproduktion notwendige frische Speisewasser mit 15°C aus der Versorgungsleitung auf 80°C vorzuwärmen. Dies kann den Erdgasverbrauch um zwischen 15 - 25% reduzieren.

Bild: thermicon.de Produktbild

Wie weit reicht euer Angebot und welche Leistungen erbringt ihr selbst?
Wir versuchen alles aus einer Hand anzubieten von der Planung/Engineering bis zur Ausführung sowie Betreuung nach Projektende und wollen als Hauptansprechpartner beim Kunden auftreten, der bei Effizienzoptimierungen oder als Ideengeber der erste Ansprechpartner ist. In Fällen, wo der Kunde bereits eigenes Personal oder Fachunternehmen für z.B. Heizung, Kälte, Elektro etc. hat, nehmen wir diese Leistungen bei uns raus oder die genannten Firmen als Subunternehmer auf. So ist gewährleistet, dass unsere Kunden immer einen Hauptansprechpartner haben.
Wann und für welche Art von Leistungen arbeitet ihr mit Partnern aus eurem Netzwerk zusammen?
Das ist absolut projektabhängig und pauschal nicht zu definieren. Wir holen uns das Know-how, was benötigt wird, um Herausforderungen zu lösen und Projekte umzusetzen.
Arbeitet ihr hier mit einem festen Netzwerk an Partnern zusammen oder erfolgt die Zusammenarbeit projektspezifisch?
Es ist immer projektspezifisch zu betrachten, wobei die Partner in ihren Spezialgebieten immer die gleichen sind. Für jeden Bereich aus unserem Portfolio haben wir einen Know-how Träger zur Verfügung.
Wie ist euer Netzwerk organisiert? Gibt es formale Prozedere für die Aufnahme neuer Partner ins Netzwerk?
Es ist lose organisiert und funktioniert ganz ohne komplizierte formale Auflagen. Die Technik bzw. Lösung müssen stimmen und auch erprobt sein. Es ist auch möglich in gemeinsamen Entwicklungsprojekten zusammen zu arbeiten.
Können weitere Partner zu eurem Netzwerk dazustoßen?
Definitiv. Wir freuen uns immer über Gleichgesinnte und Know-how Träger aus Spezial- und Nischenbereichen.
Vielen Dank für das interessante Gespräch!

Kontaktinformationen

THERMICON GmbH
Alpenrosenweg 12-14
50769 Köln - DE


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